Rolle und Aufgabe der Bauhaus-Universität Weimar im KOMET-Projekt

Als wissenschaftlicher Verbundpartner übernimmt die Professur Raumplanung und Raumforschung der Bauhaus-Universität Weimar die wissenschaftliche Begleitung und Beratung des KOMET-Projekts.

Im Fokus der wissenschaftlichen Betrachtung stehen die Herausforderungen des demografischen Wandels, mit denen die stark schrumpfende und ländliche Region des südlichen Ilm-Kreis konfrontiert sind. Zunehmender Leerstand, wegbrechende Versorgungs- und Infrastrukturangebote, aber auch Rückgang des Dorfgemeindeslebens und ehrenamtlichen Engagements sind nur einzelne Handlungsfelder, mit denen sich das Projekt beschäftigt.

Gemeinsam mit den Akteuren der Region ist wird nach planerischen Handlungsansätzen gesucht, die langfristig die Wohn- und Lebensqualität in der Region stärken und sichern.

 Zu den Leistungen der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen des KOMET-Projekts zählen unter anderem:

  • Wissenschaftliche und fachliche Begleitung und Beratung der Arbeit der Projektgruppe (Landratsamt des Ilm-Kreises, 8 Modellkommunen, 2 Verwaltungsgemeinschaften und UNESCO-Biosphärenreservat).

  • Erhebung, Zusammenfassung und Reflexion allgemeiner wissenschaftlicher Erkenntnisse zur nachhaltigen, demografiefesten Entwicklung von Regionen in ländlich-peripheren Räumen. Identifizieren der Problemlagen und Handlungsfelder.

  • Konzeption, Durchführung und Betreuung praxisnaher studentischer (Abschluss-)Arbeiten zu raumplanerischen Fragen und Aspekten des KOMET-Modellraums. Präsentation und Diskussion derer Ergebnisse in der Region als Impuls für die Region.
    Bearbeitung von Themen wie beispielsweise: aktives Leerstands- und Brachflächenmanagement, Sicherung der Mobilität und Versorgung im ländlichen Raum, Möglichkeiten der Belebung von Leerstand mit kreativen Mitteln, Bedeutung und Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure für den demografiefesten Umbau ländlicher Regionen usw.

  • Initiierung und Organisation bedarfsgerechter Fachveranstaltung für haupt- und ehrenamtlich engagierte Akteure der Region: Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft

  • Organisation und Unterstützung bei regionalem und überregionalem Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Vernetzung: Welche guten Ansätze verfolgen andere Regionen mit ähnlichen Rahmenbedingungen? Welche wertvollen Erfahrungen aus dem KOMET-Projekt sind für andere Kommunen und Regionen von Bedeutung? Welche Handlungsansätze können übertragen werden unter welchen Bedingungen?