"In der Region, aus der Region, für die Region" - KOMET Klausur-Tagung zog Bilanz

9.09.2019: Über 30 Akteure zogen am 5.09.2019 im Gemeindezentrum Neustadt/ Rstg. Resümee zur bisherigen KOMET-Projektlaufzeit. In ihren Eingangsworten hob Landrätin Petra Enders besonders die „Gillersdorfer Erklärung“ und den Zusammenschluss der „Dorfregion Großbreitenbach“ sowie deren Anerkennung als Schwerpunkt der Dorfentwicklung hervor.

Die Impulsbeiträge der AG-Leiter zeigten die Vielfalt der Aktivitäten und Projekte, die durch und mit den verschiedensten Partnern initiiert wurden: die aktualisierte Immobilienplattform, die Schulung zum Umgang mit Schrottimmobilien, die Veranstaltungen zu altengerechtem Wohnen und Bauen & Sanieren, das Netz der Mitfahrbänke, der Pedelec-Pool, die Berufsinfomesse an der Gemeinschaftsschule Großbreitenbach mit Begleitbroschüre, die begonnene Wegedigitalisierung, die wiederbelebte Initiative zum Lebenswelt-Verbundmuseum bis hin zur digitalen Praktikabörse. Unter dem Titel „Viel erreicht und noch viel vor!?“ reflektierte die Bauhaus-Universität die Projektergebnisse aus Sicht des Wissenschaftspartners.

Angesprochen wurde aber auch, welche Verzögerungen und Imageauswirkungen der mehrfache Koordinatorenwechsel in den ersten beiden Jahren mit sich brachte. Und auch die Gebietsstrukturreform ging nicht spurlos am Projekt vorüber.

Kennzeichnend im Projekt war vor allem das Agieren über Gemeinde- und Behördengrenzen hinweg, begleitet durch den Wissenschaftspartner Bauhaus-Universität Weimar und das UNESCO Biosphärenreservat Thüringer Wald.

Die anwesenden Kommunalvertreter dankten dem Ilm-Kreis als Projektträger, dem Biosphärenreservat als Netzwerk- und der Bauhaus-Universität als Wissenschaftspartner des Modellprojektes. Auch das Engagement der jetzigen Projektkoordinatorin Ute Bönisch wurde mehrfach unterstrichen, unter deren Federführung im letzten Projektjahr noch zahlreiche Aktivitäten erfolgreich umgesetzt bzw. angeschoben werden konnten.

„Es ist etwas herausgekommen, die Region ist zusammengewachsen und wurde überregional wahrgenommen.“ „Wir haben viel gelernt.“, „Es lohnt sich, dran zu bleiben, die Vernetzungen fortzuführen, die Gemeinsamkeiten weiter zu pflegen und zu gestalten.“, so das Fazit der Anwesenden. Deshalb sollten die bisherigen Projekterfahrungen und -ergebnisse in ein Anschlussprojekt einfließen. „Mir ist Vergleichbares nicht bekannt- und ich bin viel rumgekommen, weltweit. Sie haben gute Ausgangsbedingungen für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft.“, so das Schlusswort von Prof. Dr. Welch Guerra von der Bauhaus-Universität Weimar.

--> zur Gesamtpräsentation (aus den Arbeits-/ Projektgruppen sowie Reflexion des Wissenschaftspartners; 5 MB)