Modellplanung "Ortskern Großbreitenbach" dem TLDA vorgestellt

18.06.2019: (Update2) Wie in einem Arbeitsgespräch im Mai 2019 vereinbart, fand am 17.06.2019 eine Begehung mit Vertretern des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im Denkmalensemble Großbreitenbach statt. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem erweiterten Sanierungsgebiet im unteren Ortsteil. Jahrelanger Leerstand, Schrottimmobilien, drohender Leerstand – der Handlungsdruck ist hier besonders gravierend.
Ziel der Begehung war, vor Ort die Vorschlägen aus einer Modellplanung für einen demografiefesten Umbau des Ortskerns Großbreitenbach zu prüfen. Am Arbeitsgespräch sowie an der Begehung nahmen neben dem TLDA Vertreter der Landgemeinde Großbreitenbach, der LEG Thüringen, der Unteren Denkmalschutzbehöde sowie des KOMET-Projektes des Ilm-Kreises teil.

Der vorliegende Entwurf, der durch die LEG Thüringen als langjährigen Sanierungsberater der Stadt Großbreitenbach erarbeitet wurde, geht zurück auf eine intensive Arbeit im Sanierungsbeirat und Bauausschuss der Stadt Großbreitenbach, in der KOMET-AG Nutzungsmanagement sowie auf Vorgespräche mit Denkmalbehörde, dem Thüringer Landeskonservator und der Landrätin des Ilm-Kreises.

Immer wieder stehen in der KOMET-Modellkommune Großbreitenbach zwei Dinge im Fokus: die Gestaltung eines dauerhaft lebendigen Ortszentrums und der Erhalt des in sich geschlossenen Denkmalensembles. Die Herausforderung dabei ist, moderne Wohn- und Lebensansprüche mit historisch gewachsenen Strukturen in Einklang zu bringen.
Im Entwurf heißt es: „Entsprechend den differenzierten städtebaulichen Anforderungen werden die Objekte mit Handlungsbedarf wie folgt untergliedert:
* zwingend erhalten,
* Erhalt der Raumkante,
* Neuordnungsbereiche

Für die Entwicklungsperspektive der konkreten Objekte wird des Weiteren unterschieden in:
* Lückenbebauung,
* Gesamtsanierung und
* Rückbau und Freiflächengestaltung“
(Auszug „Großbreitenbach Flächenmanagement“, 10.04.2019, LEG Thüringen)

Erstmals wird die zukünftige Quartiersgestaltung dabei sehr frühzeitig - bereits im Vorfeld von gesetzlich vorgeschriebenen Antrags- und Genehmigungsverfahren - mit allen beteiligten Behördenebenen abgestimmt. So wissen Kommune und zukünftige Käufer ganz genau, welche Maßnahmen und welche Gestaltungen zulässig sein werden. Und die beteiligten Fachbehörden erkennen, wie sich Einzelmaßnahmen ins abgestimmte Gesamtkonzept einfügen.