4.04.2019: Modellplanung für lebendiges Ortszentrum und Erhalt des Denkmalensembles

In einem Arbeitsgespräch am 21. März erläuterte Cathrin Kamillie/ LEG Thüringen, einen Vorschlag zum demografiefesten Umbau des Stadtkerns Großbreitenbach: Unterstützung privater Sanierungsmaßnahmen durch ein kommunales Förderprogramm, Abriss von Schrottimmobilien und Revitalisierung als Baulücke oder Umgestaltung durch Freiflächen und neue Wegebeziehungen sowie Renaturierungen in Randbereichen – die Vorschläge für einzelne Gebäude und Bereiche sind so vielfältig wie die aktuellen Problemlagen bei der Bewältigung des demografischen Wandels im ländlichen Raum durch den massiven Bevölkerungsrückgang.

Immer wieder stehen in der Modellkommune Großbreitenbach zwei Dinge im Fokus: die Gestaltung eines dauerhaft lebendigen Ortszentrums und der Erhalt des in sich geschlossenen Denkmalensembles. Die Herausforderung dabei ist, moderne Wohn- und Lebensansprüche mit historisch gewachsenen Strukturen in Einklang zu bringen.
Die nun vorliegenden ganz konkreten Vorschläge gehen zurück auf eine intensive Arbeit im Sanierungsbeirat und Bauausschuss der Stadt Großbreitenbach, in der KOMET-AG Nutzungsmanagement sowie auf Vorgespräche mit Denkmalbehörde und Thüringer Landeskonservator.
Erstmals wird die zukünftige Quartiersgestaltung dabei sehr frühzeitig - bereits im Vorfeld von gesetzlich vorgeschriebenen Antrags- und Genehmigungsverfahren - mit allen beteiligten Behördenebenen abgestimmt. So wissen Kommune und zukünftige Käufer ganz genau, welche Maßnahmen und welche Gestaltung zulässig sein wird. Und die beteiligten Fachbehörden erkennen, wie sich Einzelmaßnahmen ins abgestimmte Gesamtkonzept einfügen. 

Detailliert lies sich Landrätin Enders zu den Plänen informieren. Die Untere Denkmalbehörde des Landkreises wird nun die Vorschläge der LEG mit dem Landeskonservator prüfen.