7.02.2019: "Eine starke Region"-themenübergreifende AG

„Wir haben viele konkrete Ansätze und eine gute Ausgangsposition“, fasste Landrätin Petra Enders die konstruktive Diskussion am Donnerstagabend im Großbreitenbacher Feuerwehrgerätehaus zusammen.

Drei Stunden hatten über zwanzig Unterstützer und Interessierte der verschiedenen Arbeitsgruppen des KOMET-Projektes in einem gemeinsamen Treffen die bisherigen Ergebnisse und die anstehenden Aufgaben besprochen. Unter den Teilnehmer waren neben der Landrätin auch der Beauftragte sowie Ortsteilbürgermeister der Landgemeinde Großbreitenbach und Vertreter des Biosphärenreservates Thüringer Wald, der Arbeitsagentur und des Berufsschulzentrums.

In den Arbeitsgruppen des KOMET-Projektes war eines immer deutlicher geworden: ein gemeinsames Entwickeln und Ineinandergreifen einzelner Projekte und Bereiche ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig.
Auch der ländliche Süden des Ilm-Kreises ist wirtschaftlich stark, hat ein aktives Vereinsleben und ein attraktives landschaftliches Umfeld. Aber das allein reicht nicht, um junge Leute zum Bleiben und Fachkräfte zum Zuzug zu bewegen. Nach einer einführenden Präsentation durch die Projektkoordinatorin Ute Bönisch, Erfahrungsberichten aus Wirtschaft und Wohnungswirtschaft sowie zahlreichen Redebeiträgen stand fest: die Region braucht ein besseres Marketing. Zudem wurde gerade im Bereich Mobilität von allen Seiten großer Handlungsbedarf gesehen. Den ÖPNV verbessern und mit alternativen bürgerschaftlich getragenen Angeboten zu ergänzen – das ist ein Ansatz, an dem man mit konkreten Bedarfsdaten weiterarbeiten muss. Und auch Bildung und Freizeitangebote im ländlichen Raum waren ein Thema: Hier sieht Landrätin Enders besonders die kommunalen Bildungseinrichtungen als Möglichkeit. „Volkshochschule und Musikschule machen nicht nur an den Hauptstandorten Angebote, sondern gehen auch in die Regionen. Vor Ort benötigen sie allerdings Partner.“ führte Landrätin Enders weiter aus. Mit dem Lebenswelt-Verbundmuseum können Freizeit- und touristische Angebote der ganzen Region zeitgemäß gestaltet, vermarktet und miteinander verknüpft werden. Auch hier sieht man sich auf einem guten Weg.

Um in Richtung Regionalmarketing voranzukommen, gab es gleich „Hausaufgaben“: „Bitte überlegen Sie, was unsere Region zwischen Rennsteig, Langem Berg und Schwarzatal so einmalig macht.“ so Gunter Harsch, Büroleiter der Landrätin. Außerdem fand die Idee eines flexibel zu bestückenden Flyers Zustimmung. „Lasst uns dabei junge Leute beim Gestalten mit einbinden“ war der breite Tenor.

Im Ergebnis des Treffens werden nun die konkreten Ansätze weiter verfolgt: Hierzu gehört ein detailliertes Nahverkehrskonzept, eine Projektgruppe für ländliche Bildung sowie die Entwicklung einer Regionalmarke.